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SR: Digitalisierung für ein modernes Programm

Von Saarländischer Rundfunk
444 Views 01.08.2016

Computer und leistungsfähige Server haben längst den Einzug in die Fernsehtechnik des Saarländischen Rundfunks gehalten. Die Digitalisierung des Fernsehens hat die Arbeitsabläufe im redaktionellen und im produktionstechnischen Bereich verändert und optimiert. Zudem wird damit die multimediale Integration zwischen Hörfunk, Fernsehen und Online ermöglicht. Inhalte gelangen schneller zum Publikum.

Digitalisiertes Fernsehen - schneller und aktueller 

Moderne technische Plattformen stehen den Redaktionen des SR zur Verfügung und bieten die Voraussetzung für eine effiziente Arbeitsweise. Von der Idee über die Planung, von der Aufnahme bis zum Schnitt eines Beitrages, von der fertigen Sendung bis zur Archivierung - alle Vorgänge in der Produktionskette erfolgen computerunterstützt. Dadurch ist der Bearbeitungsstand für alle am Prozess beteiligten Mitarbeiter aus Redaktion und Produktion transparent.

Alle Nachrichten von "aktuell", Magazinsendungen wie "mag's", der "aktuelle bericht" und die "sportarena", "SaarLorLüx", "bonus" und "kulturspiegel", "Flohmarkt" und "Sellemols", die "Reisewege", kurzum: alle Fernsehsendungen des Saarländischen Rundfunks werden bandlos und computerbasierend produziert und gesendet.

Virtuelles Studio

Das virtuelle Studio ist seit April 2013 das neue Zuhause des rundum erneuerten SR Fernsehens. Bis auf wenige Ausnahmen werden alle Vorabend-Formate dort produziert. Die Zuschauerinnen und Zuschauern erleben dadurch brillante Bilder in HD-Qualität, attraktiv umgesetzt und am Puls der Zeit präsentiert. Durch die neue Studiosituation können komplizierte Themen jetzt mit Hilfe von Animationen und 3D-Grafiken noch leichter verständlich gemacht werden. Das Herzstück des virtuellen Studios (300 qm) ist ein Kamera-Kran auf Schienen. Er bewegt die Kamera fast zu jedem gewünschten Ort im Studio und zwar schnell oder langsam, millimeterweit oder meterweit, gerade oder diagonal, hoch oder runter. Das Beste daran: Jede Bewegung ("Move") lässt sich abspeichern und per mouse-Klick wieder abrufen. Ausschließlich modernste HD-Kameras werden hier eingesetzt. Die Kamerastative sind sozusagen Computer auf Rollen. Sie können manuell gesteuert werden, sich aber auch selbstständig durchs Studio bewegen, wenn vorher die entsprechenden Tracking-Daten eingegeben wurden. Über 90 Scheinwerfer und Leuchtstofflampen an der Studiodecke mit einer Lichtleistung von etwa 125.000 Watt werden elektronisch gesteuert.

Alle Vorgänge in der Produktionskette erfolgen computerunterstützt. Grafikkarten berechnen

100.000.000.000

bit pro Sekunde

Alle Einrichtungen im virtuellen Studio sind mit den Regieräumen, den Grafikräumen, der Systemtechnik und der IT vernetzt. Für diese Systemintegration mussten etliche Kilometer Kabel und Leitungen im Haus verlegt werden, vieles umgestellt und neu programmiert werden. Außerdem werden für die Virtualität Hochleistungsrechner mit entsprechenden High-Performance-Grafikkarten gebraucht. Um die Hintergründe des virtuellen Studios in HD-Qualität live abzubilden, ist eine enorme Rechenleistung für jedes Kamerabild erforderlich. Die Grafikkarten berechnen 100.000.000.000 bit pro Sekunde und stellen diese Daten als Videosignal zur Verfügung.

DVB-T2 HD: SR beteiligt sich am neuen digitalen Antennenfernsehen in HD-Qualität 

Ende Mai 2016 begann im Saarland und in mehreren Ballungsräumen die Umstellung der terrestrischen TV-Übertragung vom DVB-T Standard auf den Nachfolgestandard DVB-T2 HD mit deutlich verbesserter Bildqualität in HDTV. Die ARD beteiligt sich zunächst mit der Bereitstellung des Gemeinschaftsprogramms Das Erste HD. Zum Einsatz kommt der technisch fortschrittliche Übertragungsstandard DVB-T2 mit HEVC (High Efficiency Video Coding)-Bildkodierung. 

Der Start des Regelbetriebs von DVB-T2 HD mit einem umfänglichen Angebot öffentlich-rechtlicher und privater Programme ist im Saarland für Ende März 2017 geplant. Dann wird auch das SR Fernsehen über DVB-T2 in HD-Qualität zu empfangen sein.

DAB+: Die Zukunft des Radios ist digital 

Der SR strahlt alle seine Radioprogramme über den terrestrischen Digitalradio-Standard DAB/DAB+ aus. Digitalradio wird zu gegebener Zeit UKW ablösen und steht für die Verbindung des Hörfunks mit programmbegleitenden Texten, Bildern und Daten. Elektronische Programmführer, Slideshows, die zum Beispiel das CD-Cover zum laufenden Musiktitel oder die Blitztabelle zur Fußballreportage zeigen, sind mit Digitalradio möglich. DAB+ steht für rausch- und störungsfreien Empfang in bester Tonqualität. Ende 2016 werden die SR-Programme über DAB+ in im Saarland nahezu flächendeckend zu empfangen sein.

SR

Hybrid Broadcast Broadband TV

Mit der Einführung von HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) wurde eine Plattform geschaffen, auf der zwei mediale Welten - das klassische Fernsehen und das Internet - miteinander verknüpft werden. Damit ist es möglich, sowohl die herkömmlichen linearen Fernsehprogramme als auch zusätzliche Angebote, die über das Internet bereitgestellt werden, über ein und dasselbe Ausspielmedium, nämlich den Fernseher, zu empfangen. Im Frühling 2014 hat der Saarländische Rundfunk sein HbbTVAngebot gestartet. Über den Fernseher kann der SAARTEXT mit einem modernen Layout optisch verbessert und besonders lesefreundlich genutzt werden. Außerdem kann man direkt über die Fernbedienung auf die SR-Mediathek zugreifen - ein weiterer und schneller Weg, SR-Fernsehbeiträge im Nachhinein anzuschauen.