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Jugend­-Forum

Aufwachsen in der digitalen Welt

Schülerinnen und Schüler diskutieren im Gespräch mit Politik und Wirtschaft über digitale Bildung. Am Lernforum teilgenommen haben: Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Mark van Mierle, CEO Cornelsen Verlag, Siegfried Czock, Leiter Aus- und Weiterbildung Deutschland, Robert Bosch GmbH sowie die Schülerinnen und Schüler Arne Zenner, Sina Reiter, Charlotte Bosch, Leon Oellerich, Lena Becker und Niklas Wolf.

502 Views 17.11.2016

Arne: Warum hat nicht jeder Schüler ein eigenes Tablet, auf dem die Schulbücher sind?

Quennet-Thielen: Daran arbeiten wir. Wir haben bereits die Smart School eingerichtet und man kann momentan ggf. auch die Smartphones einsetzen, die man selbst besitzt.

Charlotte: Wir fordern die Einführung eines Schulfaches für Medienbildung und die Einführung von Digitalmedien im Unterricht. Hierbei sollte nicht auf Markenprodukte geachtet werden, sondern auf Konzepte, die mit Schulen entwickelt wurden.

van Mierle: Sie haben Recht. Mit Hardware ist es nicht getan. Man braucht Konzepte, wie beispielsweise: Wo kann Virtual Reality etwas bedeuten? Wie kann man das Smartphone nutzen? Man muss versuchen, Technologien anzuwenden, um Lernprobleme zu lösen und zu befähigen.

Niklas: Wir fordern die Fortbildung der Lehrkräfte. und die Ausstattung der Schulen.

Zypries: Der Bund muss genügend Geld zur Verfügung stellen, damit diese Angebote gemacht werden können.

Quennet-Thielen: Wir stellen vom Bund 5 Mrd. zur Verfügung. Im Gegenzug müssen die Länder bereit sein, die Digitalisierung mit zu berücksichtigen.

Leon: Ich würde mir wünschen, dass alle Schülerinnen und Schüler grundlegende Kenntnisse der wichtigsten Tools im Unterricht erlernen. Jüngere Schüler sollten sich mit dem Internet beschäftigen, ältere Schüler sollten programmieren lernen und dazu fehlt oft das geschulte Personal an den Schulen.

Czock: Damit können die Unternehmen gut leben. Wichtig ist, dass es immer um das pädagogische Konzept geht.  

Sina: Computerunterricht macht Spass. Wir wollen programmieren lernen, mit dem Tablet arbeiten, mit dem Computer umgehen können, mit 10 Fingern schreiben können.

Quennet-Thielen: Das wollen wir auch. Dazu brauche ich nicht unbedingt einen eigenen Unterricht, sondern ich kann das in allen Fächern einsetzen.

Zypries: Dürft Ihr im Internet surfen? Kennt Ihr "Fragt Finn?"

Schüler: Ja, wir kennen das. Und wir nutzen das auch, um zu "googlen".

Lena: Man kann sein Hobby oder Talent öffentlich machen. Man kann seine eigenen Blogs veröffentlichen, seine Videos produzieren, seine eigenen Produkte herstellen und diese online verkaufen. Es gibt auch andere Dienste, die das Leben vereinfachen und sinnvoll zur Kommunikation genutzt werden können. Dafür sind Whats App oder Facebook als Internet Seiten sehr wichtig.

Quennet-Thielen: Wir wollen auch, dass Schüler selbständig mit diesen Dingen arbeiten. Wettbewerb Bieber, Wettbewerb InventedChip. Wir freuen uns sehr, wenn viele mitmachen.

Zypries: Es muss die digitalen Technologien auch in den Berufsschulen geben. Es werden derzeit die Qualifizierungsrahmen überarbeitet und die Digitalisierung in die Curricula integriert.

Czock: Die Rahmen sind an sich offen genug, um dies so zu gestalten, dass es möglich ist.

Charlotte: Wir fordern, dass die Bevölkerung nicht nur über die Gefahren informiert wird, sondern auch lernt, damit umzugehen.

Czock: Wir müssen bei der Aufklärung ansetzen, dass es nicht bei der Unmündigkeit bleibt. Ähnlich wie in der Verkehrserziehung, müssen wir das auch für Digitale Welt machen. Was sind die Gefahren und was die Chancen.

Lena: In der Zukunft können vor allem auch das Lernen im Internet und Computerspiele eine große Rolle spielen. Bestimmte Computerspiele können Kreativität fördern, wenn es in Maßen ist. Die Kinder sollten aber auch über die Gefahren und Hintergründe aufgeklärt werden. Zum Thema Lernen: Für mich wird in der Abiturphase das Lernen im Internet immer wichtiger. Da findet man eine unbegrenzte Zahl an Videos und Erklärungen. Das Internet sollte deshalb in den Lernprozess integriert werden.

von Mierle: Das Internet ist wichtig, aber es braucht auch die Verlage. Denn es geht auch darum, die Inhalte pädagogisch so aufzubereiten, dass man weiß, dass man alles fertig gelernt hat und ein Thema komplett durchgearbeitet hat.

Niklas: Unser Informatiklehrer hat ein Musikvideo gesperrt, dass für uns wichtig gewesen wäre. Fehlt es nicht an Fortbildungsangeboten für Lehrer? Ich fände es gut, wenn die Politik Einfluss auf die Schulen nehmen würde, mehr im Bereich digitale Bildung zu tun. 

Was fanden die Schüler im Lernpark interessant?

  • Ich fand die M&M Maschine interessant, dort kam eine Dose aus der Maschine heraus, auf der der Name gedruckt war.

  • Ich fand die Platine von Octopus interessant, die man zum programmieren nutzen kann.

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https://www.youtube.com/watch?v=Vsy-QTx0V_0